HEALTH.AI

KI in der Medizin Symposium 2026

Wir freuen uns sehr, Sie zum „KI in der Medizin“ Symposium am 16. und 17. Januar 2026 in Homburg einzuladen. Zwei inhaltlich dichte Tage erwarten Sie, an denen Expert:innen aus Wissenschaft...

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Report – „Patientenorientierte Versorgungssteuerung – digital vor ambulant vor stationär“

Mit weit über 100 Teilnehmenden war unsere Veranstaltung „Patientenorientierte Versorgungssteuerung – digital vor ambulant vor stationär“ am 27. August 2025 die bislang bestbesuchte aller Health.AI-Veranstaltungen. In Erwartung dieses großen Interesses hatten wir bewusst das Innovation Center der Universität des Saarlandes auf dem Campus Saarbrücken als Veranstaltungsort ausgewählt – eine
ideale Location für den gemeinsamen Austausch rund um die Zukunft der Gesundheitsversorgung.

Mitten im Forschungsumfeld der Universität trafen sich KI-Entwickler, Forscher, Unternehmen, Menschen in Gesundheitsberufen, Vertreter von Krankenkassen und Politik und viele mehr, um drei spannende Keynotes, eine Podiumsdiskussion und zwei Marktplätze zum großen Thema „Versorgungssteuerung von morgen“ zu erleben. Ziel der Veranstaltung war es, neue Wege für eine patientenfreundlichere Versorgungssteuerung aufzuzeigen und zu diskutieren – mit dem klaren Fokus auf einem Wandel weg vom rein vergütungsorientierten System hin zu einer bedarfsorientierten, digital gestützten Steuerung. 

Kurz vor Beginn des Programms (Foto: Julia Pierzina)
Eröffnung durch Dr. Ralph Nonninger (Foto: Julia Pierzina)

Die Veranstaltung startete mit drei interessanten Keynotes, beginnend mit dem Vortrag von Daniel Cardinal von der Techniker Krankenkasse, gefolgt von den Präsentationen von Gerald Heinz von T‑Systems und Jil Berning, der Gründerin des Startups „femote“ und aktuellen Miss Germany 2025 im Bereich „Female Founder“. Während Herr Cardinal die Rolle der Krankenkassen in der Versorgungssteuerung von morgen aufzeigte, konnte Herr Heinz eindrucksvoll demonstrieren, dass T-Systems heute schon die technologische Infrastruktur für eine neue, digital gestützte Versorgungslandschaft aufbaut. Gemeinsam vermittelten beide den Eindruck, als sei der Zug in Richtung Gesundheitsversorgung der Zukunft längst mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs.

Daniel Cardinal, Techniker Krankenkasse (Foto: Julia Pierzina)
Gerald Heinz, T-Systems International (Foto: Julia Pierzina)

Bewusst wurde deshalb von uns der dritte Vortrag so gewählt, dass auch mögliche Gefahren nicht aus dem Blickfeld geraten. Eine moderne, digitale Versorgung kann nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn alle Versicherten auf diese Reise mitgenommen werden. Frau Berning hat sich zum Ziel gesetzt, für die Gesundheit der Frauen einzustehen. Sie machte deutlich, wie sehr Frauen heute noch unter einer „Männermedizin“ leiden, die auf klinischen Studien basiert, in denen geschlechts-spezifische Unterschiede kaum berücksichtigt werden. Der daraus resultierende Gender Data Gap führt dazu, dass wichtige Daten fehlen, um KI-Modelle auch für frauenspezifische Erkrankungen wirksam trainieren zu können. Sowohl die skizzierte vielversprechende Zukunft in der Versorgung als auch die spürbare persönliche Betroffenheit über die nach wie vor bestehenden Datenlücken und ihre Auswirkungen machten deutlich, wie relevant und notwendig unsere Veranstaltung war – und dass sie auf die eine oder andere Weise mitten ins Herz traf.

Jil Berning, femote (Foto: Julia Pierzina)
Teilnehmende bei der Umfrage per Smartphone (Foto: Julia Pierzina)

Nach den Keynotes beschäftigte sich eine spannende Podiumsdiskussion mit der Wichtigkeit der „richtigen“ Kommunikation, wenn die künstliche Intelligent mehr und mehr Einzug in die Versorgungssteuerung hält. Eine Frage an das Publikum zur Bedeutung der „richtigen Kommunikation“ in diesem Kontext wurde auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 10 (sehr wichtig) von 95% der Teilnehmenden mit wichtig oder sehr wichtig beantwortet – ein deutliches Signal für die Relevanz dieses Aspekts. Besonders hervorzuheben ist zudem, dass unser Podium durch eine Künstliche Intelligenz bereichert wurde. Ein Avatar brachte sich ebenfalls aktiv in die Diskussion ein.

Avatar der T-Systems stellt sich vor (Foto: Julia Pierzina)
Podiumsdiskussion: V.l.n.r. Gerald Heinz (T-Systems), Axel Mittelbach (Gesundheitsregion Saar), Jil Berning (femote), Daniel Cardinal (Techniker Krankenkasse), Dr. Christiane Weber (MEDEA GmbH), Soenke Zehle (K8) (Foto: Julia Pierzina)

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, zwei Marktplätze zu besuchen: Einerseits präsentierten sich innovativste Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die an einer patientenorientierten Versorgungssteuerung arbeiten, andererseits zeigten Unternehmen aus diesem Bereich praxisnahe, zukunftsweisende Lösungen. 

Ein Tag voller Highlights fand seinen gelungenen Abschluss in einem intensiven Austausch bei kulinarischer Begleitung, so dass auch aktives Netzwerken nicht zu kurz kam. Hierzu durften wir auch unseren saarländischen Gesundheitsminister Magnus Jung herzlich begrüßen. 

Reger Austausch auf den Marktplätzen (Foto: Julia Pierzina)
Reger Austausch auf den Marktplätzen (Foto: Julia Pierzina)